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Foto: Himmel
Aktionsbündnis zur Innovation durch betriebliches und regionales Demografie-Management
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Basisveranstaltung “Betriebliches Gesundheitsmanagement -
Handlungsoptionen für KMU“

Die zweite Veranstaltung der Reihe „Basis-veranstaltungen zum Demografie-Management“ fand am 10. Dezember 2009 statt. Im Mittelpunkt stand das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die Teilnehmer aus den Branchen „Gesundheits-wirtschaft“, „Mobilitätswirtschaft/ Logistik“, und „Kultur- und Kreativitätswirtschaft“ erhielten einen Überblick über die Inhalte und die Organisation des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Der erste Teil der Veranstaltung befasste sich mit der betrieblichen Gesundheit im Allgemeinen.


Einführend näherte sich die Moderatorin Anne-Marie Glowienka gemeinsam mit den Teilnehmern dem Begriff „Gesundheit“ an. Nach der Definition der Weltgesundheits-organisation WHO ist „Gesundheit … ein Zustand vollkommenen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“

Dr. Thomas Rebe, Medizinische Hochschule Hannover, verdeutlichte den Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit. Insbesondere ging er auf den Einfluss von arbeitsbedingten Stress ein. Während das richtige Maß an Belastungen Menschen zu Höchstleistungen anspornen kann, wirkt sich Stress als kontinuierliche Überforderung negativ auf die Gesundheit aus. Stress kann zu psychosozialen Erkrankungen (Depressionen, Burnout etc.) führen und sich sogar in Krankheitsbildern wie Herz-Kreislauf- oder Muskel-Skelett-Erkrankungen manifestieren.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die betriebliche Umsetzung von gesunden Arbeitsbedingungen. Anne-Marie Glowienka grenzte den Begriff „Gesundheitsförderung“ vom Begriff „Gesundheitsmanagement“ ab. Unter „Gesundheitsförderung“ werden Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz verstanden. Mit „Gesundheitsmanagement“ wird hingegen ein zielgerichtetes und systematisches Managementinstrument bezeichnet, das auf einen kontinuierlichen Prozess mit Analyse, Maßnahmenplanung, Umsetzung und Evaluation aufbaut. Darüber hinaus machte sie deutlich, dass Unternehmen von der Einführung eines Gesundheitsmanagements profitieren, da u. a. die Krankheitsquote sinkt, die Motivation und damit die Produktivität steigen.

Nadine Pieck, Leibniz Universität Hannover, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft, beschrieb, wie sich ein betriebliches Gesundheitsmanagement organisieren lässt. Voraussetzung ist eine gründliche Analyse, die die Probleme herausarbeitet. Die Einbindung der Mitarbeiter bei der Analyse und bei der Entwicklung von Lösungsvorschlägen sichert später die Akzeptanz und den Erfolg von Maßnahmen. Wichtig für den Prozess ist, dass die Unternehmensführung hinter dem Gesundheitsmanagement steht.

In den Diskussionen zu den Vorträgen zeigte sich, dass viele Unternehmen sich mit ähnlichen Schwierigkeiten bei der Gesundheit der Mitarbeiter auseinandersetzen müssen. Die Vorträge der Veranstaltungen haben veranschaulicht, so die Teilnehmer, dass ein Handeln im Bereich der betrieblichen Gesundheit notwendig sei. Die Praxisnähe und die vielen Anregungen haben die Teilnehmer zum Nachdenken angeregt.

Die Reihe der Basisveranstaltungen wird fortgesetzt.


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