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Foto: Himmel
Aktionsbündnis zur Innovation durch betriebliches und regionales Demografie-Management
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Öffentliche Vortragsreihe InnovAging
Vortrag Prof. Dr. Franz Riemer und anschließendes Konzert

Kultur trifft Wirtschaft – Musik erleben, Kreativität wecken

Bild: Prof. Dr. Franz Riemer
Prof. Dr. Franz Riemer


Für die Region Hannover sei es daher fatal, wenn Künstler, wie es momentan den Anschein habe, abwandern. Ein Ziel von InnovAging sei es deshalb, nach neuen Kooperationsformen zwischen Wirtschaft und Kultur zu suchen, um den Standort zu stärken.

Herr Prof. Dr. Reinhard Kopiez, Musikpsychologe an der HMTH, veranschaulichte in seinem Kurzvortrag, dass Musik die mentale Gesundheit von Jung und Alt positiv beeinflusse. So könne durch regelmäßiges Tanzen bzw. Spielen eines Musikinstrumentes das Risiko an Demenz zu erkranken um 76 % bzw. 74 % gesenkt werden. Mit drei anschaulichen Beispielen regte er das Publikum an, eigene Ideen zu Kooperations-möglichkeiten zwischen Wirtschaft und Kultur zu entwickeln. Der argentinische Tango eigne sich beispielsweise hervorragend als Personal-entwicklungsinstrument. Denn er verbessere die Eigen- und die Fremdwahrnehmung und damit die Fähigkeit selbst durch nonverbale Zeichen klar zu kommunizieren und die anderen zu verstehen. Die BauFit-Studie aus Österreich untermale, dass durch Ausdruckstanz (Eurythmie) die Unfallhäufigkeit unter Bauarbeitern gesenkt werden konnte. Er rief die Unternehmer dazu auf, für ihre Mitarbeiter kreative Räume zu schaffen,


d. h. Zeiten und Orte, in denen nicht funktionsbezogene Tätigkeiten ausgeübt werden können. Zudem sei die Entwicklung einer „Hör- und Zuhörkultur“ wichtiger denn je und dazu sei die klassische Musik besonders geeignet. Konkret schlug er Maßnahmen wie den gemeinsamen Besuch von Klassik-Konzerten, Tanzworkshops oder die Organisation eines Betriebs-Chores vor, um Motivation und Kreativität im Unternehmen zu fördern.

Bild: Prof. Dr. Peter Rautmann
Prof. Dr. Peter Rautmann


Durch den Zuzug von neuen Unternehmen in das Gebiet würden auch alteingesessenen Unternehmen profitieren. Verschiedene Projekte zwischen Wirtschaft und Kultur werten den Standort zusätzlich auf.

Höhepunkt des Abends war das Konzert unter der Dirigentin Elena Chekanova. Den Auftakt bildete das zeitgenössische Stück Salto mortale von Prasqual – ein Werk für Streichorchester und elektrische Klänge. Anschließend spielte das Orchester die Symphonie Nr. 5 e-Moll, Op. 64 von Peter I. Tschaikowsky – ein Stück, das die quälende Widersprüche des Lebens, aber auch die Liebe zum Leben thematisiert.

Konzert unter der Dirigentin Elena Chekanova
Konzert unter der Dirigentin Elena Chekanova

Im Anschluss hatten die Gäste die Gelegenheit bei einem Imbiss über das Musikerlebnis ins Gespräch zu kommen und sich über das Gehörte auszutauschen.



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