Betriebliche Handlungsoptionen
Jeder Betrieb ist im unterschiedlichen Maße von den Folgen des demografischen Wandels betroffen. Wichtig ist eine umfassende Analyse, die sowohl die interne Ebene mit den Mitarbeitern als auch die externe Ebene der Produktnachfrage in den Blick nimmt. Im Folgenden sind einige Handlungsoptionen aufgelistet. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll als erste Anregung für weitere Überlegungen in den Betrieben dienen.
Personalgewinnung trotz Nachwuchsmangel
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Kooperationen mit Schulen ermöglichen dem Betrieb einen frühzeitigen Kontakt zu potenziellen Auszubildenden. Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe können so ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb vorstellen.
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Betriebliche Ausbildung ist eine wichtige Maßnahme, um den Wettbewerb um junge Fachkräfte zu bestehen. Mit Hilfe eines Ausbildungsplatzes können junge Menschen an den Betrieb gebunden werden.
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Personalgewinnung unter Berücksichtigung von Älteren: Ältere Bewerber bringen viel Erfahrungswissen mit. Die Berücksichtigung von älteren Bewerbern erweitert daher die Auswahloptionen um die Gruppe der erfahrenen Fachkräfte.
Personalentwicklung und Qualifikation
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Betriebe sind darauf angewiesen, den Personalbestand zu halten und mit der alternden Belegschaft umzugehen.
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Betriebliche Ausbildung ist das klassische Element, um beim Personal die vom Betrieb benötigten Qualifikationen zu entwickeln.
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Weiterbildungsmaßnahmen sollten Beschäftigte aller Alters- und Qualifizierungsgruppen in den Blick nehmen. Da die Unternehmen zukünftig stärker auf ältere Mitarbeiter angewiesen sind, sollten auch diese verstärkt Weiterbildungen besuchen.
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Um den Wissenstransfer zwischen Jung und Alt im Betrieb zu garantieren, sollten entsprechende Strukturen geschaffen werden. So kann es gelingen, dass neues Wissen der jungen Mitarbeiter und das Erfahrungswissen der älteren Mitarbeiter dem Betrieb zugute kommt.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Gesundheitsmanagement richtet sich an alle Altersgruppen im Betrieb. Ältere Mitarbeiter sollen ihre körperliche Leistungsfähigkeit erhalten.
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Für jüngere Mitarbeiter sollen durch präventive Maßnahmen physische und psychische Arbeitsbedingungen verbessert werden.
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So sollen krankheitsbedingte Fehlzeiten und ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf vermieden werden.
Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
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Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöhen die Attraktivität des Betriebs als Arbeitgeber. Unternehmen mit familienbewussten Strukturen gelingt es leichter, neue Fachkräfte zu gewinnen und eigene Fachkräfte zu binden. Mitarbeiter in Elternzeit kehren schneller in den Beruf zurück.
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Mitarbeiter haben zahlreiche Familienaufgaben, die sie mit ihrer Arbeit koordinieren müssen. Unternehmen können durch geeignete Maßnahmen, ihre Mitarbeiter entlasten, sodass sie sich auf ihre Arbeit im Unternehmen konzentrieren können.
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Dabei sind sowohl Maßnahmen zur Unterstützung bei der Betreuung von Kindern als auch bei der Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen zu entwickeln.
Sicherung der Betriebsnachfolge
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Viele Unternehmer von kleinen und mittelständischen Betrieben sind älter als 50 Jahre alt und werden in den nächsten 15 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Um eine Betriebsstilllegung zu verhindern, sollten sich die Unternehmer frühzeitig um einen Nachfolger bemühen.
Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen
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Der demografische Wandel betrifft kleine und mittelständische Unternehmen nicht nur hinsichtlich ihrer eigenen Mitarbeiterschaft. Durch die Veränderungen der Bevölkerungsstrukturen bieten sich den Betrieben auch zahlreiche Möglichkeiten für die nachfrageorientierte Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen. Die Bedarfe der älter werdenden Bevölkerung sind daher bei der Produktentwicklung stärker zu berücksichtigen. Junge und ältere Mitarbeiter sollten bei der Entwicklung miteinbezogen werden.